Brandstempel für Imker & Bienenbeuten: Kennzeichnung nach BienSeuchV
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Aktualisiert am 23.09.2026
Beuten, Zargen und Rähmchen stehen jahrelang draußen – in Sonne, Regen und Frost. Ein eingebranntes Zeichen hält dort länger als Aufkleber oder Farbe und lässt sich nicht einfach abschrauben.
Was die Bienenseuchen-Verordnung verlangt
Nach § 1a der Bienenseuchen-Verordnung (BienSeuchV) musst du die Bienenhaltung spätestens bei Beginn der Tätigkeit bei der zuständigen Behörde anzeigen, mit Anzahl der Völker und Standort. Die Behörde vergibt dafür eine Registriernummer. Wer mit Völkern wandert, muss am Bienenstand ein Schild mit Name, Anschrift und Zahl der Bienenvölker gut sichtbar und haltbar anbringen. Manche Veterinärämter verlangen ein solches Schild an jedem Stand – frag im Zweifel bei deinem Amt nach.
Ein Brandstempel ersetzt dieses Pflichtschild nicht unbedingt, ist aber eine dauerhafte Ergänzung: Mit deiner Registriernummer, deinen Initialen oder deinem Vereinslogo markierst du jede Beute eindeutig.
Warum Brandzeichen an Beuten gut funktionieren
- Wetterfest: Das Zeichen sitzt im Holz und verblasst nicht wie Farbe oder Folie.
- Diebstahlschutz: Eingebrannte Initialen und Nummern lassen sich nur durch Abhobeln oder Abfräsen entfernen.
- Ohne Farbe und Lösemittel: Es kommt nichts auf das Holz, das ausdünsten kann.
Temperatur für Beutenholz
Die meisten Beuten sind aus Weichholz wie Kiefer oder Fichte. Mit einem Messingstempel arbeitest du bei 300–330 °C und 2–3 Sekunden Kontakt. Harzgallen meiden, dort kocht das Harz auf. Mehr in der Temperatur-Tabelle.
Mobil am Außenstand
Am Waldrand gibt es meist keinen Strom. Glutstempel werden mit einem Gasbrenner erhitzt – ein Kartuschenbrenner reicht. Ein Messingstempel ist nach ein bis zwei Minuten einsatzbereit, danach markierst du Beute für Beute.
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